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Musik auf der Meile der Demokratie

14. Januar 2012

Auf der diesjährigen Meile der Demokratie gab es viele musikalische Beiträge – auf allen drei Bühnen und auch zwischen den Ständen anzuschauen, aber vor allem anzuhören. Den Anfang machte die Martin-Rühmann-Band  auf der Hauptbühne und leitete damit den Aktionstag ein. Auf der Kirchenbühne konnten die Besucher dem GospelChoir „Go(o)d Voices“ unter der Leitung von Hedwig Geske lauschen.

Auf der Jungen Bühne, vom KanTe e.V., zwischen Allee-Center und Rialto gelegen, gaben unter anderem Once Upon A Rooftop, eine Band aus Magdeburg-Stadtfeld einige Songs zum Besten und wurden mit viel Applaus belohnt. Nach einer etwas längeren Umbaupause folgten vier Vertreter, der eigentlich sechsköpfigen Band Wi(e)derspruch. Ihre Fans mussten schon anderthalb Stunden in der Kälte ausgeharrt, um endlich dann aber mit der Mischung aus Rap, Pop und Rock wieder aufgewärmt zu werden.

Und auch am Universitätsplatz, der ein Ende der Meile markierte, gab es eine Menge auf die Ohren. Unter dem Motto „Nazis wegbassen“ tanzten Partygelaunte gegen den vorübergehenden  Trauermarsch an.



René Börs, 19 Jahre

ist dabei, weil er findet, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat, egal woher er kommt.


 

Anton Müller, 21 Jahre
ist dabei, weil er gern immer da ist, wo etwas los, um dies in Fotos festzuhalten und ist immer für nen Schnack zu haben.
 
     

 

 

Bunte Vielfalt gegen braune Einheit

14. Januar 2012

Mit der Ausrichtung der vierten Meile der Demokratie am 14. Januar zeigte Magdeburg erneut Gesicht gegen Rechts. Hunderte Beteiligte untermalten in über 170 Ständen, dass in unserer Gesellschaft kein Platz für rechtsextremes Gedankengut ist. Künstler und Musiker sorgten auf drei Hauptbühnen für eine akustische Untermalung des Stadtfestes in der Innenstadt. Die Stände und Vereine lockten mit diversen Aktionen und Spielen. Politiker der Stadt, des Landes und des Bundes unterstützten in Diskussionen das Engagement der Beteiligten. Ein Zeichen für Toleranz und Zusammenhalt setzten hunderte Besucher, die Hand an Hand eine Menschenkette quer durch die Innenstadt spannten und damit verdeutlichten: „Wir stehen gemeinsam gegen Rechts!“


Julia Ehritt, 19 Jahre
findet es super, dass in so vielen Formen friedlich ein Zeichen gegen Rechts gesetzt wird.

Was für ein Theater – Aktionstag am und im Schauspielhaus

14. Januar 2012

Auch das Schauspielhaus beteiligte sich mit einem Aktionstag an der Meile der Demokratie. Hier konnte man sich anschauen, wie es in der Maske zugeht, wenn Schauspieler für die Vorstellung zu einem Totenkopf zurecht geschminkt werden. Es gab eine Lesung aus den Tagebüchern von Viktor Klemperes, wo er Aussagen und Redewendungen der Nationalsozialisten aufs Korn nimmt. Auf einer anderen Bühne konnte man sich über den heutigen Rechtsextremismus, seiner Erscheinungsformen, über weibliche Neonazis und die NPD in Filmen informieren. Im Gaderobenfoyer lagen Informationsmaterialen der Landeszentrale für Politische Bildung Sachsen-Anhalt aus.

Auch im Außenbereich gab es verschiedene Aktionen. So konnten sich nicht nur Kinder an einer Malwand und einigen Pflastersteinen kreativ austoben. Statt mit Steinen zu schmeißen, hatte man vor dem Schauspielhaus die Möglichkeit bunte Dosen mit der Aufschrift „Nazis find ich doof“ zu bewerfen. Und zum Abschluss gab’s noch einen selbstgestalteten Button als Andenken. 

AuthorBox in a Container

 



René Börs, 19 Jahre

ist dabei, weil er findet, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat, egal woher er kommt.




Anton Müller, 21 Jahre

ist dabei, weil er gern immer da ist, wo etwas los, um dies in Fotos festzuhalten und ist immer für nen Schnack zu haben.

Parteivorsitzende auf der Meile

14. Januar 2012

Neben vielen Magdeburger Besuchern traf sich auch Politprominenz auf der Meile um Gesicht zu zeigen. So waren unter anderem auch SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel, die Parteivorsitzende der Grünen Claudia Roth und die Parteivorsitzende der Linken Gesine Lötsch vor Ort. Alle drei Politiker sprachen sich für ein NPD-Verbot aus und freuten sich, dass die Magdeburger Bürger sich für die Demokratie einsetzen.

Lötsch war erfreut, wie viele Menschen sich am Bahnhof versammelt haben und den Nazis persönlich gesagt haben, dass man sie nicht hier haben wolle. Gabriel bedauerte sehr, dass wir rechte Organisationen leider nicht unterbinden könnten und außerdem die NPD noch mit Steuergeldern unterstützen müssten.

 



René Börs, 19 Jahre

ist dabei, weil er findet, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat, egal woher er kommt.




Anton Müller, 21 Jahre

ist dabei, weil er gern immer da ist, wo etwas los, um dies in Fotos festzuhalten und ist immer für nen Schnack zu haben.

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